untitled 14

von blutundkaffee

es ist frühling. meine muschi und ich sitzen auf der parkbank in der sonne und tratschen über männer und deren behaarung. ich, die ich eine geteilte meinung von bärten habe, muss mir nun also die hormonbenebelten oden anhören, die meine muschi von sich gibt. ‚bärte‘, säuselt sie sabbernd, ‚bärte aktivieren jede einzelne nervenzelle. sie streicheln die schamlippen, bürsten den venushügel, kitzeln die arschritze..‘ ‚jaja‘, sage ich, ‚zerstechen und zerreiben alles mit ihren stoppeln. du bist ja reichlich naiv.‘ aber die muschi gluggst nur etwas von wegen ‚ach, so männlich…‘ ich verdrehe die augen. ‚weißt du, wie lächerlich es aussieht, wenn der typ plötzlich eine schleimspur unter der nase kleben hat?‘, argumentiere ich etwas holprig. ‚da möchte man dann am liebsten laut loslachen, wenn der einen dann so benebelt anglotzt, aber muss sich zurückhalten und ernst und sexy bleiben, um nicht für immer den „mit ihr kann man beim sex lachen“-stempel aufgedrückt zu bekommen.‘ die muschi versucht, nicht zu kichern. dann seufzen wir synchron und schweigen eine weile. ich gebe es nicht offen zu, aber ich glaube, die muschi hat schon recht, was bärte angeht. die muschi hat meistens recht. sie ist so weise.