untitled 29

von blutundkaffee

und da kommt der helle himmel, nachts, und er stürzt auf mich herab, und mich zu boden, ins schweigen der sterne.

die augen. ich habe mir seine augen diesmal genauer angesehen. schön sind sie, wie der himmel sind sie, hellblau, klar, stechend. nichts weiches liegt in ihnen, nichts warmes. hart sind sie, hart und kühl, ein eisiges blau, tief und verschlossen. er öffnet sie nie zur gänze weit, immer halb verborgen sind sie, und nur so kenne ich ihn, nicht anders. 
wenn er mich ansieht, während wir miteinander schlafen, sehe ich manchmal etwas fragendes. oft sehe ich seine erregung, das gefällt mir sehr, seine anstrengung, sein empfinden, das unmittelbare. manchmal sehe ich auch einfach nur mich selbst in seinen augen, die gleiche unsicherheit, das gleiche fragen, die lust.
nichts ist näher und intimer, und gleichzeitig ist er mir nie ferner und ich könnte nicht hilfloser sein, als unter seinem blick. 
was bedeutet diese verbindung.