untitled 52

von blutundkaffee

Distanz und Vetrauen.

‚Stehst du drauf, so benutzt zu werden?‘
Wer hier wen benutzt. Ich zerpflücke jede deiner Gesten und Töne in Teile und Stränge, schlucke, speie und wiederkäue dich, mache dich zu Milch, brenne dich zu Asche und dünge meine Felder mit allem und dem letzten Bisschen von dir. Ich nehme nicht mehr, als das, was du mir gibst, doch dieses wenige Etwas verleibe ich mir ein, dein Sein wird zu meinem, so werde ich stetig mehr.

‚Ich vertraue dir.‘
und deshalb lasse ich dich näher an mich heran, als alle anderen. Du kannst mich nehmen und drehen und beugen nach deinem Begehren. Ich empfinde den Druck deiner Hand nicht als Beklemmung, ich empfinde deine Hand als wäre sie ein rudimentärer, instinktiv handelnder Teil meiner eigenen. Nicht du ordnest mich unter, ich bin es, die sich dem Du ergibt, das in Wirklichkeit Ich bin. Du bist mein dunkles, mein wildes Leben.

Du bist das Tier im Bauch einer Galeere, treibend auf dem finsteren Nachtmeer, fern aller Ufer.
Ich bin der Käfig.