untitled 55

von blutundkaffee

Sehnsucht stülpt mich nach außen, ein Glück, dass die Dunkelheit mich zusammenhält und beruhigt.
Ich wäre gern bei dir, aber wie könnte ich. Ich sehe keinen Ausweg aus der Falle, die ich selbst bin. Ich will dich nicht an mein Verderben und Verwesen binden. Es ist so, wie du selbst gesagt hast: verbunden, fast gebrochen, und ewig am Bluten, ewig, bis das Blut nicht mehr rot und warm und pochend ist, bis dass es schwarz ist, Ruß zu Tusche.
Es schmerzt mich heute nacht besonders. Du hast etwas an dir, das mich bewegt. Du hast eine Schönheit an dir, weil du Schönheit durch dich fließen lässt, als wäre sie dein Wasser und dein Wein. Ich hingegen bin ein tiefer Brunnen. Ich schlucke Schönheit und lasse sie nicht mehr entkommen, versiegele sie in meinem kühlen Moder, in meinem Schattenherz.

Vielleicht hätte ich mich dir nicht zeigen dürfen, denn jetzt willst du mich und alles, was ich dir sein kann, ist der Fall.