untitled 69

von blutundkaffee

Dunkelheit, und eine Tür zwischen dir und mir, meine Hand, seltsam fremde Hand (liegt auf der Schnalle), Atem (meiner), Lidschlag (meiner, langsam), etwas stolpert und überschlägt sich (Gedanke, meiner, blitzt), die seltsame Hand drückt den Griff, das Schloss springt auf, die Hand umfasst den Griff mit Kraft (mit meiner), reißt die Tür auf, und da stehst du nun.

Gedanke, Blitzt: Ich greife nach dir wie nach einem Ast in der Strömung, ziehe an deiner Kleidung, dich mir entgegen, über die Schwelle, in den Raum, lasse die Tür in einer Vierteldrehung und Ellenbogen zufallen, Dunkelheit. Blitz, deine Lippen prasseln auf mich, Schauer. Vierteldrehung, Hände unter Bluse (meiner). Was, bin das noch ich, oder hast du mich schon fast befreit, von dem, was ich ohnehin nicht mehr sein wollte. Was. Atem (deiner) wühlt sich am Hals entlang, hinauf zu der Stelle hinter meinem linken Ohr, die ich nie zuvor mit eigenen Augen gesehen habe. Hier markierst du. Sie gehört nun dir.
Dann: Blitz, Vierteldrehung, Schritt zurück. Etwas kracht gegen die Tür (mein Rücken), ich habe keine Hand frei, um nach der Schnalle zu tasten, sie haben sich in deinen Haaren verlaufen, finden nicht mehr hinaus. Fluchtweg versperrt und da hast du mich eingeholt, Hände an Schultern (meinen), Rabenkopf (deiner), Wangennochen an Schlüsselbein, Landung, Blitz, Schlag (Herz, meines), dann: Stille.

Hand (meine), umfasst Türschnalle, drückt den Griff, das Schloss springt auf, die Hand umfasst den Griff mit Kraft, reißt die Tür auf, Dunkelheit. Atem (meiner), Augen (meine) sehen nichts. Ich (immer noch) schließe die Tür.