untitled 73

von blutundkaffee

.drosch es mir das Gehirn zu Matsch, flüssig schoss es aus dir, hoch in die Luft.

dieser Druck auf meinen Augen. aber sie tränen nicht, da ist nur ein Druck drauf, so, wenn man auch sagen könnte: der Druck der Dunklen Materie.
es ist ein Kellergewölbe, da stehen Stühle, da gibt es Heizung, aber wir sollten hier nicht sein, deshalb kommt das Licht aus einem Nebenraum und wir müssen uns still verhalten. uns jetzt noch schnell verabschieden, weil verabschieden, nämlich ‚Das Verabschieden‘ als Ritual uns dabei hilft, uns von einander zu entfernen, das scheint wichtig zu sein, ja, das macht gut Sinn.
Das Verabschieden ist, wenn du mir deinen Schwanz auspackst und ich ihn lutsche. man gibt sich schließlich auch die Hand zum Abschied, nicht? und, also, von Hand zu Schwanz zu Mund und zur Hand zurück ist nicht weit, es macht alles total Sinn, oder auch: weder du noch ich haben es jemals hinterfragt, warum auch.
ich lutsche deinen Schwanz wie best friends, ich nehme ihn tief, es bereitet mir Vergnügen, wenn du mich dabei ansiehst und lächelst, und dein Lächeln sagt: hey, also das war ein guter Tag, wann sehen wir uns denn wieder, recht bald, nicht? und: du bist heute ein besonders gut gelauntes kleines Luder, hör bloß nicht auf, ein bisschen noch.
auf den letzten Streckenmetern stelle ich mir die Frage, ob ich dich schlucken will. Das Verabschieden ist absolut notwendig, das macht sowas von Sinn, du liest hier nämlich schon meine Gedanken, stocherst mit deinem Geschlechtsteil in meinem Gehirn rum, als wär es das einzig Sinnvolle, was man mit dem Teil machen könnte. you crazy fuck, denke ich, jetzt reichts aber – draufhin stößt du noch einmal kräftig zu und einen Klagelaut aus, entkoppelst und hah! – da fliegt es, eine Fontäne, eine zähflüssige. es sieht so absurd gekünstelt aus, der Strahl fasst sich über unseren Köpfen zu einem Klecks, der glitzert im Zwielicht auf und platscht schließlich auf den Boden. großartig. wir verkneifen uns hart das ‚Bravo!‘, soweit haben wir uns ja doch schon entfernt, von einander.

du ziehst die Hose hoch, ich stehe krachend aufrecht, wir steigen die Treppen hoch und draußen ist schon Nacht. bis morgen also, winken wir einander zu.